Miriquidi Media

Freier Architekt Bernd Sikora

Dipl.-Ing (FH) Architekt dwb

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Siebenhöfen

Mitreißend erzählter Roman über die Industriekultur und die Kunstszene um 1800

 

Der Roman folgt den Spuren des jungen Steinmetzgesellen und späteren Künstler Carl Steiner vom Bau der einem Palast ähnelnden Evan'schen Fabrik im erzgebirgischen Siebenhöfen in die schillernde Messestadt Leipzig und weiter in den Kreis junger deutscher Maler nach Rom. Hier gerät er mit einem Nebenbuhler in blutigen Streit. Er flieht mit seinem kleinen Sohn aus Rom, verwischt seine Spuren und findet Schutz bei einem Gönner auf Sizilien. In seiner sächsischen Heimat gilt er als „verlorener Sohn“.  
Neben realen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte begegnete Carl Steiner jungen begehrenswerten Frauen, die der Autor, ebenso wie den Romanhelden und dessen Familie, frei erfunden hat.

„Siebenhöfen“ erschien als erster Roman von Bernd Sikora im Juni 2020 im Mitteldeutschen Verlag Halle / Saale.

 


Im Erzgebirge erlebt der junge Steinmetz Carl Steiner den Bau der ersten Fabriken in Sachsen. Sie entwirft und baut mit seinen Handwerkern Land- und Kirchenbaumeister Johann Traugott Lohse in einem Baustil, der sie wie Paläste erscheinen lässt. Carls Vater und sein älterer Bruder sind die Handwerker, die den Fabrikbauten mit ihren Werkstücken aus rotem Porphyr zum prachtvollen Aussehen verhelfen. Zum größten und beeindruckendsten Bauwerk wird das Fabrik- und Wohngebäude, das für den aus Wales stammenden Mechanikermeister Evan Evans in Siebenhöfen nahe Geyer entsteht. Carl wirkt als junger Geselle mit. Er erlebt die Mühen des Baues mit Unglücken und Unterbrechungen durch Geldmangel.

 

Nachdem 1815 die Fabrik bezugsfertig ist, führt ihn sein künstlerisches Talent, beflügelt von junger Liebe, nach Schneeberg, in die Silberstadt, aus der die Familie des Direktors der Leipziger Kunstakademie Veit Schnorr von Carolsfeld stammt. Carl kommt 1822 am Beginn der Biedermeierzeit zum Studium nach Leipzig. Er wohnt mit der Direktorenfamilie in der düsteren alten Pleißenburg. Die schillernde Messestadt beeindruckt ihn weit mehr. Er lernt die prachtvollen Leipziger Kirchen, Kaufmannshäuser und Gasthäuser wie Auerbachs Keller kennen und das berühmte Romanushaus mit Leipzigs nobelsten Kaffeestuben. Er entdeckt die Promenaden, die neuen Schwanenteichanlagen, Leipzigs Pelzhändlerstraße Brühl und ebenso die berüchtigten Ecken der Stadt wie das „Böttchergäßchen“ und die „Blaue Mütze“, den hinter dem Rosentaltor liegenden Treffpunkt von Professoren, Studenten, Schürzenjägern sowie Spiel- und Tabaksüchtigen. Der Höhepunkt seiner Entdeckertage wird die Eröffnung der neuen Ausstellung des Wollhändlers und Kunstsammlers Maximilian Speck, der bald darauf zum Freiherrn von Sternburg geadelt wird. Am stärksten ist Carl von Werken italienischer Maler beeindruckt. Er entschließt sich sein Studium hinauszuschieben und zwei jungen Malern zu folgen, die nach Rom aufbrechen, um wie Julius Schnorr von Carolsfeld, der jüngste von drei künstlerisch begabten Söhnen des Akademiedirektors, dort ihren künstlerischen Erfolg zu suchen.

 

Die deutschen Maler treffen sich in Rom im legendären Caffé Greco, um zu debattieren und vermögende Käufer und Gönner zu finden. Carl wird zum Gehilfen von Julius bei der Vollendung der Ausmalung der Casa Massimo. Er erobert dabei Julius´ junges Modell, wird Vater und mietet für die Mutter, den kleinen Sohn Friedrich und sich eine Atelierwohnung auf der Tiberinsel. Ein Nebenbuhler fordert ihn heraus. Es kommt zum Streit. Viel Blut fließt. Carl flüchtet aus Angst vor einer Anklage mit seinem Sohn aus Rom und verwischt seine Spuren. Ein vermögender Großgrundbesitzer auf Sizilien bietet Unterschlupf, wird für Carl der Auftraggeber von Gemälden und der Förderer der Ausbildung des Sohnes. Julius wird nach München berufen und schließlich nach Dresden. Carl wird für seine Familie in der Heimat zu einem in der Fremde verlorenen gegangen Sohn. Sein Bruder Friedrich zieht als Baumeister nach Marienberg. Der Epilog wirf einen Blick in die Zukunft: Friedrichs Enkel Carl Eduard ist Korporal der sächsischen Reiterarmee. Er folgt einem Ruf aus dem Lugau-Oelsnitzer-Steinkohlerevier und wird Bergaufseher in einem neuen Schacht. Auf dem hatte bereits das Zeitalter der Dampfmaschine begonnen.

 

Den Weg des Romanhelden begleiten reale Personen der Zeitgeschichte. Im Erzgebirge sind das die Pioniere der entstehenden sächsischen Industrie, in Leipzig am Beginn der Biedermeierzeit Künstler Kaufleute und Kunstmäzen und in Rom die junge Elite deutscher Maler, die hier Auftraggeber und Ruhm sucht. Die Leser erleben dabei dramatische Ereignisse im rauhen Erzgebirge, erhalten Einblicke in das Leben der Messestadt Leipzig zwischen bürgerlichem Wohlstand und den Verführungen der Nacht. In Rom sind es der Künstlerstammtisch im Caffé Greco, die Atelierhäuser der Künstler und ebenso namhafte Paläste und Plätze, Altstadtviertel und Zeugnisse des antiken Rom, die seinen Weg säumen. Carl Steiner gerät dabei in den Streit der Architekten und Maler zwischen Tradition und Erneuerung. Er findet seinen Weg auf der Seite neuer Lebensvorstellungen und künstlerischer Anschauungen.

 

ISBN-­Nr.:      978­-3­-96311­-384­-0

Ladenpreis:  20,00 EUR


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